PAP IIW, PAP III, PAP IIID, PAP IV A, was ist das, und was kann ich tun?

Sinn und Zweck der gynäkologischen Krebsvorsorge ist es Vorstufen der Erkrankung am Gebärmutterhals zu erkennen, die meist noch ungefährlich sind und sich sehr gut behandeln lassen.
Der hierfür eingesetzte PAP-Test ist sehr erfolgreich und trägt dazu bei, bereits frühzeitig erste Zellveränderungen zu erkennen.
Veränderte Zellen, auch Dysplasien genannt, können hierbei von verschiedenem Schweregrad sein. Hier die offizielle Einteilung der einzelnen PAP Stufen:

PAP I und PAP II zeigen ein völlig normales Zellbild, oder leicht entzündlich, veränderte Zellen. Bei diesem Ergebnis werden wir Sie nicht benachrichtigen und die Kontrolle nach 1 Jahr ist ausreichend.
PAP II W zeigt eine anomle oder leicht entzündliche, aber nicht schwerwiegende Veränderung der Zellen. Das "W" steht für die Empfehlung zur gelegentlichen Wiederholung des Abstriches. Bei diesem Ergebnis erhalten Sie eine kurze Nachricht zu dem Befund mit dem Rat zur Terminvereinbarung zur Abstrichkontrolle in 3-6 Monaten.
PAP III ist ein eher seltener Sonderfall, der durch eine erneute, zeitnahe Abstrichkontrolle weiter abgeklärt werden muss. Bei diesem Ergebnis erhalten Sie eine kurze Nachricht zu dem Befund mit dem Rat zur Terminvereinbarung zum nächstmöglichen Termin.
PAP III D zeigt Zellveränderungen (Dysplasien) leichten bis mittleren Grades. Es handelt sich nicht um Krebszellen, sondern noch um ungefährliche Vorstufen, die gegebenenfalls auch sehr gut behandelt werden können. Zum Teil bilden sich diese Veränderungen aber auch wieder spontan zurück. Bei diesem Ergebnis erhalten Sie eine kurze Nachricht zu dem Befund mit dem Rat zur Terminvereinbarung zur Abstrichkontrolle in 3 Monaten. Da diese Dysplasien durch Virusbefall (HPV) bedingt sein können, wird bei der erstmaligen Kontrolle ein weiterer Abstrich zur Diagnostik der Viren mit erfolgen. Der PAP III D kann zunächst durch serielle Abstrichkontrollen beobachtet werden. Sollte jedoch nach 3-4 Kontrollen keine Besserung eintreten, wird eine feingewebliche Untersuchung empfohlen (z.B. Gewebeproben von auffälligen Stellen am Muttermund, Ausschabung, Konisation)
PAP IV A zeigt hochgradig veränderte Zellen. Bei diesem Ergebnis erhalten Sie eine Information zu dem Befund mit dem Rat zur zeitnahen Terminvereinbarung zu einem Gespräch und zur Planung der feingeweblichen Abklärung (Konisation und Ausschabung).
PAP IV B zeigt Zellveränderungen, die einer schweren Dysplasie entsprechen, oder einem Carcinoma in situ, d.h. einem noch nicht in die Umgebung eingewachsenen Karzinom (Krebsvorstufe). Auch ein beginnendes Karzinom ist nicht auszuschließen. Bei diesem Ergebnis erhalten Sie eine Information zu dem Befund mit dem Rat zur zeitnahen Terminvereinbarung zu einem Gespräch und zur Planung der feingeweblichen Abklärung (Konisation und Ausschabung).
PAP V zeigt veränderte Zellen eines invasiven Gebärmutterhalskrebses. Bei diesem Ergebnis werden wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen und die weiteren operativen Maßnahmen einleiten.

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